Mehr Küste geht nicht: Unberührte Inselparadiese in Western Australia

Mit mehr als 12.000 Kilometern besitzt kein Staat Down Under mehr Küste als Western Australia. Unberührte Korallenatolle und Archipele, UNESCO Weltnaturerbe- sowie Naturschutzgebiete – im Westen Australiens locken unzählige Trauminseln!

 

Die Rowley Shoals in Australiens Nordwesten: Geheimtipp für Taucher

Der Rowley Shoals Marine Park 300 Kilometer westlich von Broome und das angrenzende Mermaid Reef Commonwealth Marine Reserve gelten als wahre Aquarien mitten im Ozean. Beide Meeresschutzgebiete gehören zu den besten Tauchspots Australiens. Sie umfassen drei völlig intakte Korallenatolle am Rand der australischen Kontinentalplatte: Clerke Reef, Imperieuse Reef und Mermaid Reef. In den flachen Lagunen ist die Vielfalt der Korallen und tropischen Fischarten besonders groß. Die Weichkorallen an den Steilwänden am Rand der Atolle leuchten in den buntesten Farben. Auch mindestens 13 größere Meerestierarten, so z.B. Meeresschildkröten, Mantarochen, Wale und Delfine, sind in den Gewässern um die Rowley Shoals beheimatet. The Great Escape Charter Company, True North und Kimberley Expeditions veranstalten mehrtägige Bootstouren, bei denen Tauch- und Schnorchelfans die schönsten Stellen an den unberührten Riffen erleben.

 

Dirk Hartog Island an Australiens Korallenküste: UNESCO Welterbe in Begleitung eines Ureinwohners

Dirk Hartog Island, die größte Insel Western Australie, liegt im UNESCO Weltnaturerbe-Gebiet von Shark Bay. Benannt wurde sie nach dem holländischen Seefahrer Dirk Hartog, der hier 1616 als erster Europäer australischen Boden betrat. 2016 feierte die Insel den 400sten Geburtstag ihrer Entdeckung. Beliebt ist die abgeschieden gelegene Insel mit ihren menschenleeren weißen Sandstränden vor allem bei Allradfans und Naturliebhabern, die etwas Einsamkeit suchen. Die Gewässer rund um die Insel sind Heimat für Seekühe, Delfine, Meeresschildkröten und Buckelwale. Die Riffe und Strände lassen die Herzen von Schnorchel-Fans und Tauchern höher schlagen. Selbstfahrer, die mit dem Allradwagen unterwegs sind, können zwischen März und Oktober nach vorheriger Reservierung mit einem Lastkahn samt Auto auf die Insel übersetzen. Wer nicht campen möchte, der kann im Homestead der ehemaligen Schaffarm übernachten, das heute von Kieran & Tory Wardle  als Lodge betrieben wird. Einen besonders authentischen Zugang zur Insel und der Region von Shark Bay erhalten Besucher bei einer Tour mit Aboriginal Guide Capes (Darren Capewell) von Wula Gura Nyinda. Im Rahmen der dreitägigen „Wirruwana Dreaming Safari“ erleben Besucher die Steilküsten und Dünenlandschaften von Dirk Hartog, entdecken die Schätze der Natur aus der Perspektive eines Ureinwohners und erfahren mehr über Bush Food, Heilpflanzen und Überlebenstechniken. Sie fangen ihren eigenen Fisch und bereiten diesen auf dem Lagerfeuer zu. Abends lauschen sie Geschichten aus der Traumzeit und dem Klang des Digeridoos, bevor sie ihr Nachtlager direkt auf dem Strand unter dem funkelnden Sternenhimmel aufschlagen.

 

Das Recherche-Archipel an der Küste von Australiens Goldenem Outback: Pinke Seen und schneeweiße Sandstrände

Das Recherche-Archipel, das bei Einheimischen auch als „Bay of Isles“ – die Bucht der Inseln – bekannt ist und unter Naturschutz steht, bietet Wildnis in Reinform. Es liegt vor der Südküste Westaustraliens und besteht aus 105 Inseln sowie mehr als 1.200 Felsen, die aus dem Ozean aufragen. Die Inseln werden entweder der westlichen Gruppe (bei Esperance, Woody Island und Cape Le Grand Nationalpark) oder der östlichen Gruppe (Middle Island, Cape Arid Nationalpark mit Israelite Bay) zugerechnet. Die Küstenlandschaft mit ihren weißen Sandstränden und dem intensiv türkisblau leuchtenden Wasser, in dem die Inseln des Archipels liegen, gehört zu den schönsten Australiens.

Welch sensationelle Farben die Natur hervorzubringen vermag, zeigt sich Besuchern bei einem Rundflug über Middle Island, der mit 10,8 Quadratkilometern größten Insel der Archipels: Auf der Insel befindet sich der knallpinke See Lake Hillier. Das Rätsel um die pinke Farbe des Wassers ist bis heute nicht abschließend erforscht. Wahrscheinlich entsteht die Farbe durch die Mikroalge Dunaliella salina. Goldfields Air Services bietet zwischen September und April Rundflüge ab Esperance an. Auf dem eineinhalbstündigen Flug erleben Besucher nicht nur das Kaugummi-Rosa des Sees, sondern auch den wissenschaftlich erwiesen weißesten Sandstrand Australiens sowie das intensive Türkisblau des Ozeans in Lucky Bay. Mit etwas Glück sind außerdem Wale, Delfine, Seelöwen oder Meeresschildkröten aus der Luft zu sehen.

Woody Island, die drittgrößte Insel des Archipels, ist die einzige Insel, auf der Besucher an Land gehen können. Hier brüten Sturmtaucher (Puffinus carneipes) und Zwergpinguine (Eudyptula minor). In den großen Eukalyptusbäumen, nach denen die Insel benannt ist, leben Vögel. Auf der Insel gibt es Wanderwege, jede Menge schöne Bade- und Schnorchelspots und einen Campingplatz, der von September bis April sowohl einfache Zeltplätze, als auch gemütliche Safari-Hütten bietet. Bei einer Bootstour ab Esperance erleben Besucher Seeadler, australische Seelöwen, Pelzrobben und viele andere Tiere hautnah.

 

Rottnest Island: Trauminsel vor den Toren von Perth

Rottnest – oder „Rotto“, wie es von den Einheimischen liebevoll genannt wird – liegt direkt vor der Küste von Perth und ist ab Fremantle oder Hillarys mit der Fähre zu erreichen. Dank ihrer niedlichen Bewohner, den Quokkas, hat es die Insel in den letzten Jahren zu internationalem Ruhm gebracht. Diese kleinen, äußerst possierlichen Beuteltiere wurden zu einer Internetsensation. Nachdem eine Webseite die Quokkas zu den „glücklichsten Tieren der Welt“ erklärt hatte, wurde der Social-Media-Trend des Quokka-Selfies (#quokkaselfie) zu einem Selbstläufer im Netz. Warum die Quokkas immerzu glücklich „lächeln“ verstehen Besucher dann auch bald: die Tiere leben im Paradies. Rottnest Island steht unter Naturschutz und kann mit 63 einsamen, weißen Sandstränden und 20 Buchten trumpfen, die zum Schwimmen, Schnorcheln oder Surfen einladen. Eine weitere Besonderheit: die Insel ist autofrei. Hier ist das Fahrrad das Fortbewegungsmittel der Wahl. Ende 2018 eröffnet ein neues, umweltfreundliches Ökoresort auf Rottnest Island: Pinky’s Eco Retreat and Beach Club wird über 86 Zelte verfügen, darunter gemütliche Vier- und Fünf-Sterne-Safari-Zelte mit Badezimmern sowie Zelte für Familien und Backpacker.

 

Die Abrolhos Islands: Unterwasserparadies vor der Küste von Geraldton

Die unbewohnten Abrolhos Islands 60 Kilometer vor der Küste von Geraldton liegen inmitten eines unberührten Korallenriffs. Die insgesamt 122 Inseln, die von der warmen, südwärts fließenden Leeuwin-Strömung umspült werden, formen drei Gruppen: die Wallabi Group, Easter Group und Pelsaert Group. Nicht nur tropische und subtropische Meerestiere fühlen sich hier wohl, auf vielen Inseln gibt es riesige Kolonien von Seevöglen, die dort brüten. Mehr als 90 verschiedene Arten von Seevöglen wurden auf den Abrolhos Islands verzeichnet. Auch Weißbrust-Seeadler kommen auf den Inseln in ungewöhnlich großer Zahl vor. Die Schönheit der Abrolhos Islands, die aus der Luft wie ein abstraktes Gemälde mit allen denkbaren Schattierungen von Grün und Blau wirken, genießen Besucher am besten bei einem Rundflug. An Tagen mit guter Sicht, sind auch Wale und Delfine aus der Luft zu sehen. Geraldton Air Charters und Shine Aviation bieten sogenannte Scenic Flights an. Wem das nicht reicht, der sollte an einer mehrtägigen Bootstour mit Eco Abrolhos teilnehmen, um den Bewohnern der Inseln hautnah zu begegnen, so z.B. Delfinen oder auch den australischen Seelöwen, die gerne auf den Korallen-Stränden in der Sonne liegen oder sich Schnorchlern neugierig im Wasser nähern. Zwischen Juli und Oktober ziehen außerdem Buckelwale durch die Gewässer um die Inseln.

 

Die Mackerel Islands in der Pilbara-Region: Robinson Crusoe auf Zeit

Auf den Mackerel Islands 22 Kilometer vor der Küste von Onslow werden Besucher zu Robinson Crusoes auf Zeit. Nur zwei der unberührten Inseln sind für Touristen zugänglich und bieten Übernachtungsmöglichkeiten: Thevenard Island und Direction Island. Das Riffsystem rund um die Mackerel Islands stellt für Meerestiere eine wichtige Verbindung zwischen dem Ningaloo Reef im Süden und dem Dampier Archipel, den Montebello Islands und den Rowley Shoals im Norden dar.  Die Gewässer gehören zu den fischreichsten der Pilbara-Region und sind ideal zum Tauchen, Schnorcheln und Angeln. Auf Thevenard Island nisten Schildkröten und auch zahlreiche Zugvögel machen hier Station. Außerdem können Besucher Wale beobachten, die Gewässer um die Inseln mit dem Kajak oder Stand Up Paddle Board erkunden, auf dem Strand Cricket spielen und abends den Sonnenuntergang und den funkelnden Sternenhimmel bestaunen. Die zwölf Selbstversorger-Bungalows mit Meerblick wurden kürzlich renoviert und bieten Platz für zwei bis zehn Personen. Wer schon immer einmal den Luxus einer paradiesischen Privat-Insel genießen wollte, der ist auf Direction Island richtig. Auf der Insel, die von einem eigenen Korallenriff umschlossen wird, befindet sich nur eine einzige Unterkunft. Der Beach-Bungalow für Selbstversorger bietet Platz für bis zu acht Personen, Lebensmittel können Besucher vorab online bestellen und finden diese bei Ankunft in der Unterkunft vor. Dann steht einem Robinson Crusoe-Abenteuer mit Freunden oder Familie auf der einsamen Insel nichts mehr im Wege.

 

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Western Australia:

Der größte australische Bundesstaat, der ein Drittel des australischen Kontinents einnimmt und sieben Mal so groß ist wie Deutschland, ist näher als man denkt – gerade einmal 18 Stunden Flugzeit ist die westaustralische Hauptstadt Perth von Frankfurt am Main entfernt. Getreu dem westaustralischen Motto „Experience Extraordinary – Erlebe das Außergewöhnliche“ könnte das Angebot in den fünf touristischen Regionen Australia’s North West, Australia’s Coral Coast, Experience Perth, Australia’s South West und Australia‘s Golden Outback kaum abwechslungsreicher sein. Azurblaues Wasser am Ningaloo Reef und rote, zerklüftete Felsen im Outback, gemäßigtes Klima im Süden und tropische Regen- und Trockenzeiten im Norden, kosmopolitisches Flair in Perth und Abenteuer bei Ausflügen mit Ureinwohnern, drei UNESCO Welterbestätten, spektakuläre Naturschauspiele, erstklassige Weine, Festivals und vieles mehr ziehen jährlich mehr als 900.000 internationale Besucher an. www.westernaustralia.com