Die fünf schönsten einsamen Trauminseln in Western Australia

Hier gelingt Social Distancing garantiert immer, nicht nur in Zeiten von COVID-19

Wer träumt nicht davon? Schneeweißer Sandstrand, türkisblaues Wasser und vor allem keine anderen Menschen? Der Gedanke an eine einsame Insel, auf der man Robinson Crusoe auf Zeit sein darf, lässt in Zeiten der durch Covid-19 bedingten Beschränkungen sehnsüchtig seufzen. Wir stellen Ihnen paradiesische Eilande in Western Australia vor, auf denen Abstand zu anderen Menschen garantiert ist und Besuchern höchstens ein paar neugierige Meerestiere zu nahe kommen.

 

Dirk Hartog Island – Reise in die Natur von 1616

Scheinbar mitten im Nirgendwo, gleich gegenüber vom westlichsten Punkt Australiens, etwa neun Stunden Autofahrt nördlich von Perth, liegt die einsame Wildnis von Dirk Hartog Island, unfassbar schön und verlassen zugleich. Der Insel mit ihren strahlend weißen, mit Myriaden von Muscheln übersäten Stränden, liegt ein ozeanisches Paradies zu Füßen, in dem es vor Meeresschildkröten, Rochen, Dugongs und Delfinen nur so wimmelt. Auch Wale schauen hier regelmäßig vorbei. Um die Insel findet sich das größte Seegrasvorkommen der Welt. Sie ist Lebensraum für 81 Vogel- und 27 Reptilienarten, von denen einige vom Aussterben bedroht waren, sowie mehr als 250 heimische Pflanzenarten. 2009 wurde die Insel, die zum UNESCO Weltnaturerbe von Shark Bay gehört, zum Nationalpark erklärt. Das Projekt „Return to 1616“ sieht vor, Fauna und Flora auf der Insel in einen Zustand zurückzuversetzen, der dem gleicht, den der Entdecker der Insel, Dirk Hartog, vor über 400 Jahren vorgefunden haben mag. Alle Schafe und fast alle Ziegen wurden von der Insel entfernt, ebenso ausgewilderte Katzen, die sich unkontrolliert vermehrt und das ökologische Gleichgewicht ins Wanken gebracht hatten. Dafür werden allmählich verschiedene einheimische Tierarten wieder eingeführt, darunter auch Beuteltiere. Dauerhaft bewohnt wird Dirk Hartog Island seit vielen Jahren nur von der Familie Wardle – Tory und Kieran mit ihren drei Kindern, die auch die Eco Lodge auf der Insel betreiben: Das ehemalige Schafscherer-Quartier mit Ozeanblick verfügt über 6 Zimmer. Wen der Entdeckergeist ruft, zieht los mit dem Allrad-Wagen über Sandpisten – Straßen gibt es auf der größten Insel Western Australias nicht – oder paddelnd auf dem SUP oder im Kajak über die grün-blau schimmernde Wasseroberfläche. Wer die Natur spüren lernen möchte, sollte mit Aboriginal Tourguide Capes von Wula Gura Nyinda auf Tour gehen. Er bringt Besuchern die Schätze dieses Landstrichs, an dem die Wüste auf den Ozean trifft, mit all seiner Spiritualität und den damit verbundenen Geschichten aus der Perspektive eines Aborigines näher.

 

Abrolhos Islands – Australiens Galapagosinseln

In ihrer biologischen Vielfalt sind die Abrolhos Islands einmalig. Gerne werden sie deshalb auch als die „Galapagos-Inseln Australiens“ bezeichnet. Die Inselgruppe, die aus 122 Korallenbänken und -inseln besteht und etwa 60 Kilometer vor der Küste von Geraldton im Indischen Ozean liegt, ist Heimat für Australische Langusten, Noddi-Seeschwalben, Derby-Wallabys und die vom Aussterben bedrohten Australischen Seelöwen. 2017 bezeichnete die internationale Naturschutz-Organisation Mission Blue die Inseln als Western Australias ersten „Hope Spot“, einen Ort also, der von globaler Bedeutung für die Gesundheit des Ozeans ist. 2019, genau 400 Jahre nachdem der holländische Seefahrer Frederik de Houtman die Abrolhos Islands entdeckte, erklärte die westaustralische Regierung sie zum Nationalpark. Riesige Brutkolonien von mehr als 90 verschiedenen Seevogelarten befinden sich auf den Inseln und auch im Wasser ist die Artenvielfalt unglaublich. Unter Tauchern und Schnorchlern gelten die spektakulären Korallengärten als Geheimtipp, Delfine und Wale auf dem Durchzug gehören ebenfalls zu den regelmäßigen Gästen im Wasser. Das Wrack der Batavia, die 1629 nach einer Meuterei hier sank, gehört zu den besten Tauchspots in ganz Western Australia. Die Abrolhos Islands sind unbewohnt, nur einige bunte Hütten von Langustenfischern gibt es hier. Wer die Inseln besuchen möchte, kann an einer Tagestour per Flugzeug (inklusive Schnorcheln) teilnehmen, ein Boot chartern, oder schon jetzt eine fünftägige Schiffsafari mit Eco Abrolhos für 2021 buchen.

 

Mackerel Islands – Urlaub mit Robinson Crusoe-Feeling

Die Mackerel Islands, zehn unbewohnte Inseln und Atolle, liegen 22 Kilometer vor der Küste von Onslow in der Pilbara-Region und sind eine diskontinuierliche Erweiterung des Ningaloo-Riffsystems. Mit ihrer wilden Schönheit, den muschelgesäumten Ufern und der unglaublichen Vielfalt an Fischen, die einem hier regelrecht an die Angel springen, sind die von Korallenriffen umgebenen Inseln ein wahres Paradies. Die Weite des Ozeans teilen sich Besucher nur mit Meeresschildkröten, Delfinen, Walen, Rochen und unzähligen bunten Fischen. Auf Thevenard Island nisten jedes Jahr Hunderte von Meeresschildkröten, darunter die seltenen Echten Karettschildkröten, Wallriffschildkröten und Grüne Meeresschildkröten. In den australischen Sommermonaten, wenn die frisch geschlüpften Schildkrötenbabies ihren Wettlauf Richtung Ozean beginnen, verwandelt sich der Weststrand in einen regelrechten „Turtle Highway“. Besucher, die dieses Spektakel erleben möchten, können in einem der 13 Beach-Bungalows für Selbstversorger auf Thevenard Island übernachten. Die gesamte Infrastruktur auf der Insel wird nachhaltig betrieben, um das natürliche Gleichgewicht der unter Naturschutz stehenden Mackerel Islands nicht zu stören: Ein Solarfeld und eine Entsalzungsanlage decken 100% des Strom- und Wasserverbrauchs auf Thevenard Island. Wer nicht nur dem Geräusch der Brandung lauschen oder den Sternenhimmel fernab jeglicher Lichtquellen beobachten möchte, kann direkt vom Strand aus Schnorcheln gehen, einen Ausflug mit dem Kajak oder SUP unternehmen, an einem Angel-Charter teilnehmen oder ein kleines Boot mieten. Noch mehr Robinson Crusoe-Feeling bietet nur Direction Island. Auf der Insel, die zu den bestgehüteten Geheimnissen Western Australias zählt, gibt es nur einen einzigen solarbetriebenen rustikalen Bungalow mit Entsalzungsanlage, der Platz für bis zu acht Personen bietet. Der ideale Ort, um inmitten unberührter Natur ungestört Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen.

 

Rowley Shoals – Unberührte Unterwasser-Wildnis

Zur Inselgruppe der Rowley Shoals im gleichnamigen Meeresschutzgebiet etwa 300 Kilometer und damit zwölf Stunden Bootsfahrt westlich von Broome gehören drei Korallenatolle mit intakten Korallengärten, flachen, labyrinthartigen Lagunen mit kristallklarem Wasser und einer Artenvielfalt – 233 Korallen- und 688 Fischarten – wie man sie auf dieser Welt selten findet. An den drei Riffen Clerke Reef, Imperieuse Reef and Mermaid Reef, welche die drei Atolle bilden, finden sich unzählige Fisch-, Korallen- und Schalentierarten, die es nur in Australien gibt. Ein farbenfrohes Unterwasserparadies, das jedes Jahr nur wenige Menschen besuchen können, das aber Taucher und Schnorchler aus aller Welt schwärmen lässt, nicht zuletzt, weil es absolut unberührt ist. Noch nie hat das Team von Great Escape Cruises, einem Anbieter für Tauchsafaris, hier auch nur einen einzigen Schnipsel Müll im Wasser treiben sehen. Ein weiteres Plus: Die Wassertemperatur, die je nach Jahreszeit zwischen 23°C und 30°C liegt. An vielen Stellen liegen die Korallengärten so dicht unter der Wasseroberfläche, dass sie bei Ebbe sogar freigelegt werden. Die Inseln sind nicht nur ein Erlebnis für passionierte Taucher, sondern auch für wasserbegeisterte und naturinteressierte Besucher, die gerne schnorcheln und angeln. So gibt es auf zwei der Inseln Höhlen, in denen Vogelkolonien brüten, eine weitere Insel mit Sand bietet die Möglichkeit zu ausgedehnten Strandspaziergängen mit Muschelsuche. Interessierte können bei Anbietern wie Great Escape Cruises oder True North bereits jetzt ihr mehrtägiges Abenteuer zu den Rowley Shoals für September bis November 2021 buchen..

 

Woody Island – Nachhaltiger Naturtourismus

Riesige Granitfelsen, hohe Eukalyptusbäume, abwechslungsreiches Buschland und kleine, versteckte Buchten prägen das Landschaftsbild auf Woody Island. Die Insel gehört zum im Südlichen Ozean gelegenen Recherche-Archipel vor der Küste von Esperance an der Südküste Western Australias. Als sogenanntes Class A Reserve steht Woody Island komplett unter Naturschutz und wird vom Department of Parks and Wildlife (DPaW) verwaltet. So soll die natürliche Umwelt samt heimischer Fauna und Flora geschützt werden. Als einzige der 105 Inseln des Recherche-Archipels ist Woody Island für Touristen geöffnet. An Land können Besucher Bandicoots und Wallabys sowie eine Reihe von Vögeln, darunter seltene Seeadler, beobachten. In den Gewässern rund um die Insel leben Pelzrobben, Seelöwen und Delfine. Die unberührten Gewässer mit spektakulären Steilwänden, Unterwasserhöhlen und exzellenter Sicht laden zum Schnorcheln ein. Drei ausgeschilderte Wanderwege führen Besucher zum höchsten Punkt der Insel, Twiggy’s Landing oder der Skinny Dip Bay; auch ein geführter Bushwalk wird angeboten. Während der australischen Wildblumenblüte im Frühling leuchten die Blüten der Akazien, Orchideen, Eukalypten und Zylinderputzer um die Wette.

Woody Island Eco Tours ist der einzige Anbieter für Tagesausflüge auf die Insel und Fährüberfahrten sowie Betreiber des Campingplatzes, der auch über dauerhaft errichtete Safari- und Standardzelten verfügt. Die touristische Infrastruktur auf der Insel wird nachhaltig betrieben. Regenwasser wird von den Gebäudedächern in Wasserspeicher überführt, Duschköpfe sind mit wassersparenden Vorrichtungen ausgestattet, es gibt zahlreiche Komposttoiletten. Der Energiebedarf der Insel wird hauptsächlich über Solarpaneele gedeckt, nur in etwa 10% der Zeit kommt der Not-Dieselgenerator zum Einsatz. Die Beleuchtung der Gebäude wurde komplett auf LED umgestellt. Abfall wird getrennt gesammelt und auf dem Festland entsorgt. Weitere Strategien wie ein Wiederbepflanzungsprogramm, Bewässerung mit Grauwasser und die Reduzierung von Brennstoffen sind darauf ausgerichtet, die Auswirkungen des Tourismus auf die natürliche Umwelt maximal zu reduzieren.

 

Über Western Australia:

Western Australia bietet eine Vielzahl einzigartiger Urlaubserlebnisse. Der ideale Ausgangspunkt für eine Reise durch den größten Bundesstaat Down Under ist die westaustralische Hauptstadt Perth, die mit nur 17 Flugstunden vergleichsweise schnell von Europa aus zu erreichen ist. Die sonnenverwöhnte, boomende Millionenmetropole, die direkt an der Mündung des Swan River am Indischen Ozean liegt und regelmäßig unter die Top 10 der lebenswertesten Städte der Welt gewählt wird, überrascht regelmäßig mit ihrem „Wow-Faktor“. Perth lockt mit Szene-Kneipen, Rooftop-Bars, bunten Nachtmärkten, Food-Events, Street Art, dem größten Innenstadtpark der Welt und unvergesslichen Sonnenuntergängen an den 19 Stadtstränden. Jenseits der Stadtgrenzen erleben Reisende dann pinke Seen, rostroten Wüstensand, der auf das leuchtende Türkisblau des Indischen Ozeans trifft, schneeweiße Sandstrände, hoch aufragende Eukalyptuswälder, tiefe Schluchten, bizarre Felsformationen, rauschende Wasserfälle, riesige Rinderfarmen und über allem den funkelnden Sternenhimmel des Outbacks. So vielfältig wie die Landschaft Western Australias präsentieren sich auch die Abenteuer, die Besucher hier erleben, am besten bei einem Roadtrip, frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“. Zu den beliebtesten Strecken zählen der „Coral Coast Highway“ von Perth nach Exmouth, die „Great South West Edge“ und die legendäre Allradpiste „Gibb River Road“. Sie versprechen Selbstfahrer-Abenteuer vom Feinsten und führen Besucher zu westaustralischen Highlights wie dem Ningaloo Reef, dem weißesten Sandstrand Australiens in der Lucky Bay oder den unverwechselbaren Felsformationen der Bungle Bungles in der Kimberley-Region. Auch eine Tour mit Aboriginal Guide sollte auf dem Programm stehen, um einen Einblick in die uralte Kultur der Ureinwohner zu erhalten. www.westernaustralia.com

 

Foto: Tourism Western Australia