Australien-Geschäftsreise: Dokumente und Wissenswertes für Down Under

Geschäftsreisen ins außereuropäische Ausland gehören für viele Mitarbeiter und Selbstständige zum Arbeitsalltag. Die steigende Nachfrage nach neuen technischen Entwicklungen aus dem Ausland lässt australische Unternehmen zu interessanten Geschäftspartnern werden. Damit bei einer geschäftlichen Australienreise das Kerngeschäft im Fokus steht, sollten im Vorfeld die wichtigsten Fragen zum Thema Visum, Versicherungen, Zahlungsverkehr sowie Verhalten und Gepäck geklärt werden.

Visum und Einreisebestimmungen

Unabhängig vom Aufenthaltsgrund brauchen Geschäftsreisende ebenso wie Touristen und Urlauber ein Visum für den Australienbesuch. Australische Einreisebehörden führen keine spezifischen Geschäftsvisa. Die Visumarten nennen sich ETA (Electronic Travel Authority), eVisitor und Besuchervisum und sind in Abhängigkeit der Aufenthaltsdauer zu wählen.
ETA steht für Geschäftsreisende wie für Touristen zur Verfügung. Hierbei ist der Reisezweck im Antrag anzugeben (beispielsweise Geschäftsverhandlungen oder Konferenzteilnahmen). Zulassungsvoraussetzung ist, dass sich Antragssteller außerhalb Australiens aufhalten. Das ETA Visum hat 12 Monate Gültigkeit und erlaubt Aufenthalte von 3 Monaten pro Einreise. Das eVisitor-Visum ist ein Online-Angebot, das dem ETA entspricht. Es kann ausschließlich von europäischen Staatsbürgern beantragt werden. Auch können Dienstreisende ein Besuchervisum beantragen, das Aufenthalte von 3, 6 oder 12 Monaten ermöglicht.

Reiseausstattung

Handliche Geschäfts-Trolleys und moderne Bordcases bieten viel Platz und können oft als Handgepäck mitgeführt werden. Mit Business-Trolleys ist zudem für einen seriösen Geschäftsauftritt gesorgt. In jedem Fall müssen Gepäckstücke die Kleidung sowie alle geschäftlich relevanten Dinge fassen. Notebooks, Tablets oder Geschäftsunterlagen müssen sich zudem wettergeschützt unterbringen lassen. Dafür bieten viele Trolleys spezielle Ablageflächen. Eine sinnvolle Ergänzung sind Umhängetaschen beziehungsweise Messenger-Bags, die sich auch auf Business-Meetings mitführen lassen.

Geschäftsknigge

Für das stilsichere Auftreten gegenüber Geschäftspartner sind dunkle Anzüge die richtige Kleidungswahl, wobei Australier braune und schwarze Anzüge bevorzugen. Im Sommer ist es kein Fauxpas, das Sakko abzulegen.

Pünktlichkeit wird groß geschrieben. Bei der Begrüßung werden ein simples „Hello“ und der Handschlag genutzt. Nachdem sich Personen mit Vor- und Nachnamen einander vorgestellt haben, gehen Australier zum Vornamen über. Nach kurzem Smalltalk wird bei Geschäftsverhandlungen Direktheit geschätzt, wobei der Umgangston locker und humorvoll bleiben darf. Vorsicht ist bei in Deutschland harmlosen Handgesten angebracht, so gilt etwa die „Daumen nach oben“-Geste als unangemessen.

Versicherung im Ausland

Bei Geschäftsreisen ins außereuropäische Ausland sind Auslandsreisekrankenversicherungen ratsam. Die meisten Krankenkassen leisten im Krankheitsfalle außerhalb Europas nicht, unabhängig von der Reisedauer und dem Aufenthaltsgrund. Beim Abschluss einer solchen Versicherung gilt es, die Angebote im Vorfeld genau hinsichtlich ihrer Konditionen zu vergleichen und zu überlegen, welche Leistungen in jedem Falle abgedeckt sein sollen.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel Australiens ist der australische Dollar (AUD). Landesweit akzeptiert werden Kreditkarten, wobei die Anbieter Master und Visa von den meisten Händlern bevorzugt werden. Diese Karten ermöglichen auch das Abheben von Geld an australischen Bankautomaten, was mit vielen Kreditkarten kostenlos möglich ist. Ebenso ist die Zahlung mit der EC-Karte möglich, wenn es sich um eine maestro-Karte handelt. Das Geldabheben mit dieser Karte ist mit Gebühren verbunden.

Weitere Reisedokumente

Neben dem Visum benötigen Einreisende einen Reisepass. Auch ein vorläufiger Reisepass ermöglicht die Einreise. Der Personalausweis ist nicht hinreichend. Wer Kinder mitnimmt, muss zudem einen Kinderreisepass vorweisen. Die Reisedokumente benötigen eine Gültigkeitsdauer für den gesamten Aufenthaltszeitraum. Bei Zwischenhalten in asiatischen Staaten gilt meist die Vorschrift einer Gültigkeit des Dokuments von mindestens sechs Monaten.