Abenteuer im Outback – Mit der richtigen Vorbereitung durch die australische Wildnis

Es ist eines der Traumziele vieler Weltenbummler und Abenteurer – das australischer Outback. Unter diesem Begriff versteht man die endlosen und von der Zivilisation kaum erschlossenen Weiten von Down Under, die sich durch alle Klimazonen und Landschaftsformen des Kontinents erstrecken. Am häufigsten assoziiert wird das Outback aber mit der roten Wüstenlandschaft rund um den berühmten Uluru. Der rote Inselberg ist eines der Wahrzeichen von Australien und gilt bei den Aborigines als heilige Stätte. Um ihn herum erstreckt sich auf fast einer Million Quadratmetern das Outback des Red Centers. Auf Reisende wartet hier Abenteuer pur. Wilde Fahrten im Geländewagen, ausgiebige Wanderungen, die faszinierende Kultur der Ureinwohner und Lagerfeuerromantik gehören zu jedem Aufenthalt im Outback.

Die größten Verletzungsrisiken im Outback

Neben den atemberaubenden Eindrücken, die man auf einer Reise durch das australische Outback sammelt, birgt das kaum besiedelte Gebiet aber auch Risiken. Unterschätzte Hitze, Schlangenbisse und Wanderunfälle können in der Wildnis schnell zur Gefahr werden. Die Royal Flying Doctors, die für die medizinische Notversorgung im Outback zuständig sind, brauchen oft Stunden bis zum Unfallort. Anbieter von Mietwagen sind gesetzlich nicht verpflichtet ihre Autos mit Erste-Hilfe-Kästen auszustatten. Ein gut gefüllter Erste-Hilfe-Kasten ist neben ausreichend Wasser aber ein unbedingtes Muss bei jedem Ausflug ins Outback. Die Zusammenstellung der benötigten Medikamente und Verbandsmaterialien gehört zu jeder Reisevorbereitung für Australien. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden außerdem jedenfalls Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Bei längeren Aufenthalten im Outback und Australien im Allgemeinen sollte vorab mit einem Tropenmediziner über weitere Impfungen und Risiken gesprochen werden.

Was gehört in den Erste-Hilfe-Kasten für das Outback?

Stürze bei Wanderungen und die damit einhergehenden Schürfwunden sind die häufigsten Verletzungen im Outback. Ein Erste-Hilfe-Set beinhaltet unter anderem Binden, Wundkompressen, Pinzette und Schere, um solche Wunden nach der Reinigung hygienisch zu versorgen. Zusätzlich sollte die Reiseapotheke fürs Outback mit antiseptischen Wund- und Heilsalben für den Fall einer Verletzung befüllt sein. Ebenfalls wichtig sind Wundgele für Sonnenbrand, der in der glühenden Sonne Australiens schnell entstehen kann. Eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, sowie ein Hut oder andere Kopfbedeckungen sind unerlässlich. Schlangenbisse kommen im Outback nur selten vor. Vor allem Reisegruppen erzeugen automatisch genug Lärm, um während der gesamten Reise mit keiner Schlange konfrontiert zu werden. Im unwahrscheinlichen Fall, Opfer eines Schlangenbisses geworden zu sein, heißt es Ruhe bewahren, sich hinlegen und den Notruf zu verständigen. Wenn möglich sollen Mitreisende sich Aussehen und Größe der Schlange notieren, da diese Informationen für den Arzt wichtig sind. Auf keinen Fall sollte man selbst an der Bisswunde eine Behandlung wie Aussaugen vornehmen.

Tipp: Europäisches Insektenschutzmittel ist gegen die australischen Mücken oft wirkungslos. Den Insektenspray kauft man also am besten in einer Drogerie oder Apotheke vor Ort.